BSI ruft „begrenzte IT-KRISE“ aus

11.03.2021
Am 02. März 2021 [1] gab Microsoft bekannt, dass vier Zero-Day Schwachstellen im Exchange Server aktiv ausgenutzt werden, die zusammen Angreifern weitreichende Kompromittierungen ermöglichen können. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ruft in diesem Zusammenhang die Bedrohungslage Rot aus:

Die IT-Bedrohungslage ist extrem kritisch. Ausfall vieler Dienste, der Regelbetrieb kann nicht aufrecht erhalten werden.

Die Schwachstellen können zwar mit Einspielen der Out-of-Band Patches vom 03. März geschlossen werden, jedoch kann eine vorherige Kompromittierung zur Folge haben, dass Angreifer bereits Ihre Netzwerke gekapert haben. In diesem Sinne muss auch nach Einspielen der Patches trotzdem untersucht werden, ob eine Kompromittierung vorhanden ist.
Ein Handeln ist erforderlich!


Aktuelle Erkenntnisse zeigen, dass mehrere Tätergruppierungen weltweit diese Sicherheitslücken aktiv ausnutzen.

Update vom 12.03.2021
Im Internet kursieren jetzt die ersten Meldungen darüber, dass Angreifer unter Nutzung der Exchange Schwachstellen Systeme verschlüsselt haben:


Es ist davon auszugehen, dass finanziell-motivierte Täter diese Schwachstellen zeitnah verstärkt ausnutzen werden.

Maßnahmen

  • Informieren Sie sich umgehend, ob Sie betroffen sein könnten. Wenn dies der Fall ist, sollten Sie von einer Kompromittierung ausgehen und umgehend den Maßnahmen des BSI folgen:
    https://bsi.bund.de/exchange-schwachstellen
    Das BSI hat viele Informationen aus verschiedenen Quellen zur Verfügung gestellt, inklusive Hilfen zur Detektion und Reaktion bei Betroffenheit.
  • Wenn Sie in Niedersachsen als Unternehmen oder Behörde betroffen sind, melden Sie sich gerne bei uns.
[1] Microsoft, "HAFNIUM targeting Exchange Servers with 0-day exploits," 02 März 2021. [Online]. Verfügbar: https://www.microsoft.com/security/blog/2021/03/02/hafnium-targeting-exchange-servers/.

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